Was lieben Steel Panther an Deutschland? Genau – die Scorpions, David Hasselhoff und Mädels, die leicht zu haben sind. Michael Starr, der Sänger der amerikanischen Glam-Metal-Band, stellt sich während dem Konzert in der Münchner Tonhalle am 6. Februar 2014 als eine “skinny“ Version von Meat Loaf vor. Ein Traum für jeden, der auf Moral, saubere Unterhaltung und Feminismus steht.

Von Martin Rüthschilling

Auch die Aussage, Justin Bieber sei „zur Ehre des Heavy-Metal“ in den Schritt zu treten, erregt während dem Konzert in der Münchner Tonhalle die Gemüter und bringt erwachsene Männer zum Johlen. All dies wäre allerdings doppelt so lustig wenn die Pussycats nicht so viel auf einmal reden würden.  Zehn Minuten am Stück sind irgendwann doch zu viel. Selbst Sprüche über das Thema Cunnilingus machen die Sache nicht direkt besser. Lustiger Sidekick – wie immer: der Bassist Lexxi Foxx, der sich am Rande des Geschehens die Haare mit einem eigens auf der Bühne drapiertem Föhn-Spiegel richtet, am Ausschnitt fummelt und auch während der Show den Schönling mit warmer Attitüde gibt. Keine Frage: Es ist eine Show! Von Anfang bis Ende mit Choreografie versehen, aber unterhaltsam. So what?  Ach ja, ich vergaß: Show your tits! Wie auch schon in den USA sind die stählernen Mietzen die einzigen, wo blanke Titten zum guten Ton gehören. Wo diese normalerweise die Nase rümpfen, sagt Frau hier “Gehört dazu!” oder aber “Mutig!” Männer hingegen sind da anderer Meinung: “Alle außer meiner Freundin!” Was soll man sagen? Ob die Damen alle Single waren, war für uns leider nicht ersichtlich. Der krönende Abschluss mit dem Song “Party All Day (Fuck All Night)” dürfte das offizielle Motto der Festival-Saison 2014 werden. In diesem Sinne: Show your tits, raise your boobs and drink like you cherish the night!

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