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Wenn ein Album Wort hält, dann dieses. Partycrasher heißt die neue Platte von A Wilhelm Scream aus New Bedford, Massachusetts. CD rein, Lautstärke auf Anschlag und der Rest erledigt sich von selbst. Let’s party!

Wie ein Geburtstagskind, das sich auf sein Geschenk freut, wird mancher Fan auf diesen Release gewartet haben. Jahr für Jahr. Denn nach dem letzten Album „Carreer Suicide“ (2007) war es erst einmal still um A Wilhelm Scream. Aber Stille passt einfach so gar nicht zu dieser Band. Im Gegenteil: Hier donnern die Melodic-Hardcore Riffs wie Tennisball große Hagelkörner auf deine Ohren herunter. Das Ganze in einer irren Geschwindigkeit und Präzision, das man aus dem Staunen kaum heraus kommt. Letztes i-Tüpfelchen ist dann der Gesang von Frontmann Nuno Pereira, der es exzellent versteht, seinen aggressiven und politischen Lyrics dennoch eine melodische Linie zu geben.

Die sechs Jahre Warten waren wie die Ruhe vor dem Sturm. Wobei Ruhe nicht ganz treffend formuliert ist. A Wilhlem Scream waren ja nicht inaktiv. Sie waren ständig auf Tour, was sie zu einer der am härtesten arbeitenden Band der Punkrock-Szene gemacht hat.

Was hat sich seit „Carreer Suicide“ verändert? Allein wegen der Zeitspanne und wegen der Mitgliederwechsel, kann schwer von einem Anschluss geredet werden. Der Sound ist zwar immer noch unverwechselbar schnell und mit unzähligen Breaks versehen. Was allerdings gegenüber „Carreer Suicide“ auffällt, sind eine Art Refrains. Gleich bei den ersten beiden Songs des Albums („Boat Builders“, „The Last Laugh“) kann man wunderbar entweder die Zeilen: „Why’d I Wait So Long To Break These Chains?“, oder „I’ll wait till the End of the war“ mitgrölen. Auch die folgenden Tracks „The Devil Don’t Know“ und „Number One“sind verständlicher aufgebaut, was an dem generell höheren Textanteil liegen könnte. Keine endlosen Soli und Breaks. Stattdessen sind die Hooklines der Intros geradliniger und der Gesang setzt früh ein. Gegen Ende des Albums nähern sich die Songs allerdings wieder stärker dem Stil von „Carreer Suicide“ an. Dass A Wilhelm Scream nämlich immer noch schnell und wild sind, beweisen sie vor allem in „Ice Man Left A Trail“. Da bleibt keine Zeit, zum Luft holen.

Das Einzige, was auf „Partycrasher“ fehlt, ist so ein irres Tapping auf dem E-Bass wie bei „The Horse“. Aber das wäre auch nur die Sahne auf einer riesigen Geburtstagstorte.

Infos:

VÖ Datum: 5. November2013
Genre: Punkrock, Melodic Hardcore
Label: No Idea Records
Info: https://www.facebook.com/awilhelmscream/info
Format: LP

A Wilhelm Scream – Born A Wise Man

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Trackliste:
1. Boat Builder
2. The Last Laugh
3. Devil Don’t Know
4. Number One
5. Get Sick Companion
6. Hairy Scarecrow
7. Ice Man Left A Trail
8. Sassaquin
9. Walkin’ with Micheal Douglas
10. Wild Turkey
11. Born A Wise Man