Eigentlich gibt es nichts am Konzert von CITY AND COLOUR in der Tonhalle am 19. Februar 2014 in München auszusetzen. Eigentlich. Aber irgendwie wollte trotz der zu erwartenden ruhigen Klänge an diesem Abend nicht so richtig Konzertstimmung aufkommen. Vielleicht lag es an der Halle, die mit gut 700 Leuten nur knapp ein Drittel, und damit eher schlecht besucht war, oder aber dass sich Kanadas Eishockey-Team gerade parallel im weit entfernten Sotschi bei Olympia gegen Lettland zu einem Sieg plagte – der Funke zwischen Band und Publikum wollte nicht so wirklich überspringen.

Dabei spielte Dallas Green ein knapp zwei Stunden langes Set, und macht dies auch mit großer Leidenschaft, größter Professionalität und tiefgründigen Emotionen. Mal abwechselnd mit Band, mal alleine nur mit Akustikgitarre wie bei »Coming Home«, den er gleich mal seinem Team Kanada im fernen Russland widmete. Für den Song »Paradise« holte er die charmante Sängerin Hannah Georgas auf die Bühne, die zuvor in knapp 45 Minuten das wartende Publikum mit ihrer süßen Singer-Songwriter Stimme verzauberte, die der ebenfalls aus Kanada stammenden Sängerin Feist zum Verwechseln ähnlich war.

Und Dallas Green? Viel zu sagen hatte der Kanadier an diesem Abend nicht. Und so hüllte sich die Halle zwischen den Songs in ein tiefes Schweigen, das lediglich durch das Klappern von Flaschen an der Bar durchbrochen wurde. Zwar gab er zwar nach und nach die gewünschten Ohrwürmer wie »The Lonely Life«, »The Grand Optimist«, »We Found Each Other In The Dark«, »The Golden State« oder »Fragile Bird« zum Besten, wirkte aber insgesamt irgendwie genervt.

Es gilt abzuwarten. ob er es noch schafft mit seinen durch und durch radiotauglichen Stücken in Zukunft die großen Hallen zu füllen, oder doch lieber in kleineren Rahmen, ein Geheim-Tipp unter kuschelnden »Alexisonfire«-Fans bleibt.

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